Workshop in Waldfischbach-Burgalben
Waldfischbach-Burgalben bietet Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, einen Bahnhof und viele weitere Dienstleistungen. Der Ortsname deutet es schon an: Waldfischbach-Burgalben besteht aus zwei Teilen und zählt rund 4.800 Einwohner. Vom einen bis zum anderen Ende sind es runde 4 Kilometer. Gewerbegebiete entstanden in den letzten Jahren außerhalb der Kernstadt. "Das war für uns Anlass genauer hinzuschauen und zu fragen: Wo ist der Bedarf, wo sind Ziele hier in der Ortsgemeinde, wenn es um Mobilität geht", sagt Sigrun Klotz-Bischoff. Die engagierte Ortbürgermeisterin erarbeite bei einer Mobilitätsmatinee gemeinsam mit Moderator Raban-Daniel Fuhrmann und 11 engagierten Bürgerinnen und Bürgern erste Ideen für einen Bürgerbus.
Dabei wurde klar: Waldfischbach-Burgalben hat sich als Unterzentrum in den letzten Jahren stabil entwickelt. Die Kreisstadt Pirmasens und das Oberzentrum Kaiserslautern sind mit der Bahn gut zu erreichen. Die gleichnamige Verbandsgemeinde wird aus Waldfischbach-Burgalben verwaltet. Einkaufsmöglichkeiten sind jedoch zum Teil in Gewerbegebieten außerhalb des Stadtzentrums entstanden. "Da hat uns die Veranstaltung des Projektteams Bürgerbusse gut informiert. Wir haben gemeinsam erste Ideen für eine Linie entwickelt", sagt die Ortsbürgermeisterin.
Bei den nächsten Schritten wird es jetzt vor allem darum gehen, ob der Bürgerbus eher auf die Ortsgemeinde beschränkt bleibt oder auch andere Orte in der Verbandsgemeinde ansteuert. Der Verbandsgemeinderat hatte im vergangenen Jahr die Ortsgemeinden gebeten, möglichen Bedarf anzumelden. "Das ist die Beschlusslage. Wenn der Bedarf feststeht werden wir die nächsten Schritte gehen", sagt Winfried Krämer als Bürgermeister der Verbandsgemeinde, der ebenfalls an dem Workshop teilnahm.
Die Veranstaltung im Tagungszentrum Maria Rosenberg war Teil des Projektes Bürgerbusse Rheinland-Pfalz. Das Team von nexus und die Universität Trier arbeiten gemeinsam für ein verbessertes Angebot beim öffentlichen Verkehr, vor allem im ländlichen Raum. Auftraggeber ist das Land Rheinland-Pfalz. Das Projektteam berät lokale Gruppen und Initiativen kostenlos.